B-to-B or not to be

Kritisches zu den Unternehmensstrategien

Die Orientierung vieler, v.a. großer Unternehmen glänzt durch Ratlosigkeit:

Zu kurz greifende Unternehmensstrategien: mit Hilfe von Zukäufen innovativer Unternehmen die eigenen Ressourcen aufzupolieren.

Merkmale der New Economy:


  • Räumliche Distanzen spielen keine Rolle mehr.
  • Transaktionskosten für Abwicklung von Geschäften gehen gegen Null.
  • Gestiegene Vergleichbarkeit von Produkten und Dienstleistungen erhöht Transparanz und Konkurrenzdruck.
  • Virtuelle Märkte als Einkaufsgemeinschaften können die Macht vom Anbieter zum Käufer verschieben
  • Anstehendes Programm: die Verschmelzung von old und new economy. Die Zukunft gehört nicht den DotComs, sondern den Anbietern mit Geschäftsideen, Produkten und Dienstleistungen, die ins Netz passen. Entsprechende neue Geschäftsmöglichkeiten dürfen nicht verpasst werden; dagegen sind die Steigerung von Umsatz und Gewinn auf gegebener alter Basis eher zweitrangig. Weder "erfolgreiche" SAP-Einführungen noch Mega-Merger sind die Erfolgsrezepte der Zukunft.

    Die Fixierung auf eine Optimierung klassischer Unternehmenskennzahlen degradiert das Management zu Technokraten, die sich nicht mehr um die Geschäftsideen kümmern.

    Vergleich old economy new economy
    Strategie macht das Top-Management Mitarbeiter sind beteiligt
    Erfolgskonzept besser und schneller.

    IT bringt Wettbewerbsvorteile

    neue Regeln.

    Unkonventionelle, netzkonformeGeschäftskonzepte bringen Vorteile

    Risiken revolutionäre Ideen Fortschreibung der Gewohnheiten
    Unternehmensgröße Merger steigern Wettbewerbsfähigkeit Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Größe und Profitabilität
    Innovation liegt in Produkten und Techniken liegt in den Geschäftskonzepten, insbesondere ihren Dienstleistungskomponenten
    Change Management Wandel kommt von oben Wandel beginnt mit aktivem Querdenken

    Einer besondere Gefahr stellt auch die Orientierung am Shareholder Value dar. Der Besitz von Firmenaktien fördert nicht die Identifizierung mit dem und die Bindung an das Unternehmen, sondern schlichte Zockermentalität. Es wird immer fraglicher, ob sich mit der Ausgabe von Firmenaktien eine Bindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (und Kunden) an das Unternehmen erreichen lässt.